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Renovierungsauftrag an eine Baufirma

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Renovierungsauftrag an eine Baufirma

Bimbo2
0
Noch nicht bewertet
28.04.2014
Baumeister Tupy GmbH

VORSICHT  bei Umbau- oder Renovierungsaufträgen an eine der Firmen "Baumeister Tupy GmbH" oder "Rohacek & Häusler GmbH", beide in Wien 2., Feuerbachstraße 4/ 2. Beide Firmen haben einen gemeinsamen Standort, ein Management und eine idente Mannschaft. In Wahrheit handelt es sich also offensichtlich um eine Firma mit zwei unterschiedlichen Namen.

Diese Firma ist bei der Erstellung eines Kostenvoranschlags sehr großzügig (im negativen Sinn). Bei Abmessungen werden die Maße um bis zu 41% zu groß angegeben und bei den Erfordernissen für die Bauarbeiten wird alles, was theoretisch in Frage kommen könnte, in den Voranschlag aufgenommen und letzten Endes auch verrechnet.

Wir wollten unser Mehrfamilienhaus mit einer Fassadendämmung sanieren. Die Hausverwaltung hat die o.a. Firma ausfindig gemacht und uns vorgeschlagen. Im Kostenvoranschlag waren viele Flächenangaben um bis zu 41% zu groß angegeben. Auch bei der Angabe von Stückzahlen wurde sehr deutlich übertrieben. Weiters wurden ein Materialcontainer, ein Mannschaftscontainer, ein Bauaufzug, ein Bauzaun und ein Baustromverteiler mit angeboten. Sicher sind das alles Hilfsmittel, die immer wieder gebraucht werden. Aber in unserem speziellen Fall wurden sie nicht eingesetzt. Alle diese Fehler hätten wir vor Auftragserteilung aufzeigen müssen. Aber auf die Idee, dass wir selbst die Flächen nachmessen müssen, sind wir nicht gekommen und dass Geräte, die letztendlich nicht eingesetzt werden, trotzdem verrechnet werden, hatten wir nicht erwartet.

Rückblickend kann ich sagen, dass der Einsatz dieser Hilfsmittel nie geplant war. Das beweist ein Gespräch mit dem Polier noch vor Baubeginn. Da kam er nämlich zu uns und hat gefragt, wo sich die Arbeiter umziehen können und wo er das Material lagern darf. Diese Fragen wären jedoch überflüssig, wenn dafür Container eingeplant sind und auch aufgestellt werden.

Die nächste Überraschung haben wir erlebt, als wir auch die Kellerdecke innen im Haus dämmen lassen wollten. In dem entsprechenden Kostenvoranschlag der Baufirma wurden Elektrikerarbeiten angeboten und letztendlich auch verrechnet, die vielleicht noctwendig waren, aber nicht gemacht wurden, weil der Elektriker gar nichts davon wusste. Unsere Reklamation wurde nicht beachtet. Da wurde z.B. angeboten, die vorhandene Installation komplett zu entfernen und mit neuem Material neu zu machen. Tatsächlich wurde die alte Installation nach den Dämmarbeiten wieder montiert und die verrechneten neuen Kabel und die neuen Leuchten haben wir nie gesehen. Aber die Abbruch- und Entsorgungskosten wurden trotzdem verechnet.

Der Firmenchef (Herr Ing. Häusler) hat uns bei der Auftragserteilung empfohlen, den Auftrag als "Pauschalauftrag" zu erteilen. "Da seid ihr auf der sicheren Seite" waren damals seine Worte. Nach unserer Reklamation hat er uns eine Dokumentation von dem Autor Georg Karasek mit dem Titel "Die Pauschalvereinbarung in der Baupraxis" gegeben. Offensichtlich hat er diese schon griffbereit am Schreibtisch liegen, weil er sie vielleicht häufig braucht. In dieser Dokumentation heißt es einerseits, dass es bei einem Pauschalauftrag keine Abrechnung nach Flächen, Raummaß, Gewicht, etc. gibt. Das heißt, wenn z.B. im KV eine Fläche zu groß angegeben wurde, muss das so bezahlt werden. Das wiederum erklärt, warum in unserem KV Flächen zu groß angegeben wurden. Andererseits heißt es aber auch sehr deutlich, dass der Unter-nehmer verpflichtet ist, das Werk zum vereinbarten Preis fertig zu stellen. Er darf keine Preiserhöhung fordern, auch wenn das Werk mehr Arbeit erfordert, als er bei Vertrags-abschluss angenommen hat. Trotzdem wurden uns solche Mehraufwände verrechnet und unsere Einwände gegen diese Verrechnung wurden abgeschmettert.

Ob die Hausverwaltung, die ja als Bindeglied zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer tätig sein sollte, hier gegen unsere Interessen mitgewirkt hat, ist sehr schwer nachzuweisen. Aber einige Indizien sprechen sehr deutlich gegen die Verwaltung. Das heißt, auch hier ist größte Vorsicht geboten.

 

Krottenbachstraqße 130
1190 Wien

Kommentare

Hans

Traurig, aber wahr, vielleicht ist er an den falschen Kunden geraten.

kritischer Konsument

Gerade eine Zeitungsmeldung über das Mordopfer im 2. Bezirk. Eine Hinrichtung in Mafia-Manier. Das Opfer, Baufirmen-Chef, Nachclub-Besitzer, wegen Betrug vorbestraft. kassierte Anzahlungen für diverse Arbeiten und ging dann mit dem jeweiligen Betrieb in Konkurs......

Bimbo2

HannesRe:

<p>Bei einer Pauschalvereinbarung sollte jeder, wirklich jeder Punkt, schriftlich festgehalten werden. Ich habe es nicht getan und mich leider auch auf mündliche Zusagen verlassen. Gegen Ende der Baustelle&nbsp;gab es endlose Diskussionen, welche Leistungen nun tatsächlich in der Vereinbarung enthalten sind und welche nicht. Auf beiden Seiten sorgte das für schlechte Stimmung.</p>

<p>@bimbo2</p>Bei uns erfolgte die Abrechnung laut Kostenvoranschlag. Die Baufirma hatte den KV erstellt, in dem alle Gewerke enthalten waren. Die Endabrechnung wurde streng nach KV gelegt. Abgerechnet wurde in drei Teilen. 1/3 vor Baubeginn, 1/3 während der Arbeiten und 1/3 in der Endabrechnung.

<p>Mich würde interessieren, wie die Verrechnung erfolgte. In monatlichen Raten oder Abrechnung pro Gewerk?</p>

HannesRe

Bei einer Pauschalvereinbarung sollte jeder, wirklich jeder Punkt, schriftlich festgehalten werden. Ich habe es nicht getan und mich leider auch auf mündliche Zusagen verlassen. Gegen Ende der Baustelle gab es endlose Diskussionen, welche Leistungen nun tatsächlich in der Vereinbarung enthalten sind und welche nicht. Auf beiden Seiten sorgte das für schlechte Stimmung.

@bimbo2

Mich würde interessieren, wie die Verrechnung erfolgte. In monatlichen Raten oder Abrechnung pro Gewerk?

Bimbo2

Natürlich wurde ein Haftungsrücklass vereinbart. Aber - wie schon erwähnt - geht gegen den Willen der Hausverwaltung gar nichts. Der Rücklass wurde angeblich in Form einer Bankgarantie gegeben. Die Verwltung hat die Endabrechnung sofort und im Gegensatz zu unserer Bitte (nicht zahlen und das Ergebnis unserer Gespräche mit dem Baumeister abwarten) bezahlt und jetzt sind alle "taub".

Hans

@ Bimbo2: Haben Sie in der Vereinbarung einen Haftungsrückhalt festgehalten (in der Regel 5 % vom Gesamtpreis)?

Bimbo2

[quote=Hans]

<p>Auch ich habe für einen im April startenden Umbau eine Pauschalvereinbarung unterschrieben – ist das sinnvoll und worauf sollte ich achten? Ich nehme an, Sie haben beim Baumeister reklamiert, was ist dabei herausgekommen? Haben Sie alle Rechnungen bereits bezahlt?</p>

[/quote=Bimbo2]

Natürlich haben wir reklamiert. Aber dank der Hausverwaltung wurden unsere Reklamationen "nicht einmal ignoriert". Die Hausverwaltung hat trotz unserem Ersuchen, vorläufig nicht zu bezahlen, nicht einmal das Zahlungsziel abgewartet, sondern sofort alles bezahlt. Mit solchen Partnern kann man nur verlieren.

Achten sollte man auf die Angaben im KV (sind die Angaben plausibel?) und vor der Bezahlung der Endabrechnung solte man prüfen, ob alle angebotenen und verrechneten Leistungen auch tatsächlich erbracht wurden. Im Fall des Falles könnte man im Rahmen der Gewährleistung nachfordern. Aber das geht natürlich nur solange nicht alles bezahlt ist und wenn eine Mehrheit der Eigentümer dafür ist.

Konsumfreak

Heftig. Wie schnell man über den Tisch gezogen werden kann ist bedenklich. Ich glaube ich würde genau in die selben Fallen tappen. Das ist halt so wenn es ein Gebiet betrifft, bei dem man sich selbst kaum auskennt. Wer weiß schon wirklich -ohne in der betreffenden Branche selbst tätig zu sein- wie viel etwas kosten darf und was der beste Deal wäre. Vorsicht ist immer geboten aber ich denke, dass man erst so richtig vorsichtig ist wenn man selbst oder jemand im Bekanntenkreis so eine Erfahrung gemacht hat. Jetzt ist es bei mir jedenfalls auch im Hinterkopf notiert :). Danke für die Warnung

Hans

Auch ich habe für einen im April startenden Umbau eine Pauschalvereinbarung unterschrieben – ist das sinnvoll und worauf sollte ich achten? Ich nehme an, Sie haben beim Baumeister reklamiert, was ist dabei herausgekommen? Haben Sie alle Rechnungen bereits bezahlt?

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