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Österreicher fürchten sich vor Kriminalität und Gewalt

OECD Studie

Österreicher fürchten sich vor Kriminalität und Gewalt

Menschen in Deutschland und Österreich sehen Gewalt und Kriminalität häufiger als Bedrohung als Menschen in den meisten anderen OECD-Staaten und das, obwohl die beiden Länder zu den sichersten der Welt zählen. Dagegen ist die Angst vor Arbeitsplatzverlust geringer als anderswo. Als größtes kurzfristiges Risiko sehen die meisten Menschen Krankheit und Invalidität. Altersarmut wird auf lange Sicht als das größte soziale und wirtschaftliche Risiko gesehen. Dies geht aus einer internationalen Untersuchung der OECD hervor, die heute veröffentlicht wurde.
 
Auf Basis repräsentativer Stichproben aus 21 OECD-Ländern untersucht die Studie Risks That Matter, wie Menschen soziale und wirtschaftliche Risiken wahrnehmen und welche Absicherung sie vom Staat erwarten. Zu den Themen der Umfrage gehören Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnen, Arbeitssicherheit, Renten, Sozialleistungen und Steuern. Insgesamt haben 22000 Menschen an der Untersuchung teilgenommen. 

So nennen in Deutschland 51 Prozent der Befragten Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit als eines von drei großen kurzfristigen Risiken; in Österreich sind es 49 Prozent; im Schnitt der 21 Länder sind es 54 Prozent. In Österreich gaben knapp 50 Prozent der Befragten an, dass Gewalt und Kriminalität zu ihren größten Sorgen gehören. Dieser Wert wurde nur in Mexiko übertroffen, einem Land, das große Probleme mit Gewalt und Kriminalität hat. In Deutschland gaben 47 Prozent der Befragten an, sich vor Gewalt und Kriminalität zu sorgen, im Schnitt der 21 untersuchten OECD-Länder sind es dagegen nur 34 Prozent. Gleichzeitig liegen Sorgen über den Verlust des Arbeitsplatzes in Deutschland und Österreich mit 23 bzw. 27 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt aller teilnehmenden Länder (36 Prozent).

Über das nächste Jahrzehnt hinaus betrachtet, ist „finanzielle Sicherheit im Alter“ das mit Abstand häufigste Anliegen der Menschen in allen teilnehmenden Ländern: so zählen auch für 76 Prozent der Deutschen und 79 Prozent der Österreicher die Renten zu einem der größten langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Risiken. Im Schnitt der Länder sahen 72 Prozent Altersarmut als das größte Risiko.

 
Gleichzeitig haben die Menschen nicht den Eindruck, dass auf sie gehört wird und fordern mehr Unterstützung. Der Aussage "Die Regierung berücksichtigt die Ansichten von Menschen wie mir bei der Gestaltung/Umgestaltung des Gemeinwohls" stimmten nur 18 Prozent der Bevölkerung uneingeschränkt zu. Etwa drei von vier Deutschen sagen, dass die Regierung mehr tun sollte, um ihre wirtschaftliche und soziale Sicherheit zu gewährleisten. 

Gleichzeitig sind Menschen in Deutschland bereit, höhere Kosten auf sich zu nehmen, wenn dadurch die Altersvorsorge abgesichert wäre. So geben 44 Prozent der Deutschen an, sie würden zusätzliche zwei Prozent ihres Einkommens an Steuern und Beiträgen zur Verbesserung der Rentenversorgung beitragen - dies liegt über dem OECD-Durchschnitt von 38 Prozent. Weiterhin ist jeder dritte Deutsche bereit, mehr für eine bessere Langzeitpflege älterer Menschen und eine bessere Gesundheitsversorgung zu bezahlen.

Auch eine Politik der Umverteilung findet in Deutschland vergleichsweise starke Unterstützung: 77 Prozent der Deutschen sagen, dass die Regierung die Reichen mehr besteuern sollte, als es derzeit der Fall ist, um benachteiligte Gruppen zu unterstützen - eine der höchsten Unterstützungen für eine progressive Steuer.

Die Ergebnisse der Umfrage sowie Ländernotizen der 21 untersuchten Ländern finden Sie unter: www.oecd.org/social/risks-that-matter.htm.

 
 
Foto: Shutterstock

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